Wer nicht erben will, muss handeln!

Wer nicht erben will, muss handeln!

Wer Erbe wird, kann der Erblasser  durch letztwillige Verfügung (Testament) bestimmen. Liegt eine solche  letztwillige Verfügung nicht vor, tritt die gesetzliche Erbfolge ein. Mit  dem Tod gehen der gesamte Nachlass und somit sämtliche Vermögensgegenstände  auf den Erben über. Dies geschieht auch ohne Zutun des Erben. Eine  ausdrückliche Annahme der Erbschaft bedarf es nicht. Derjenige der nicht  erben will muss handeln. Die Motive hierfür können vielfältig sein. Sie  reichen von der Überschuldung des Nachlasses bis zur Begünstigung  nachrangiger Erben. Will man nicht erben muss man das Erbe ausschlagen. Eine  sog. Erbausschlagungserklärung muss entweder persönlich vor dem  Nachlassgericht erklärt oder schriftlich niedergelegt werden. Die  schriftliche Erbausschlagungserklärung muss ein Notar beglaubigen.  Bei der Erbausschlagung sind bestimmte Fristen zu beachten. Sind  diese abgelaufen gilt die Erbschaft als angenommen. Für Verbindlichkeiten  haftet der Erbe dann grundsätzlich auch mit seinem Vermögen. Um dies zu  verhindern besteht dann nur noch die Möglichkeit, die Anordnung einer  Nachlassverwaltung oder eines Nachlassinsolvenzverfahrens beim  Nachlassgericht zu beantragen.

Um erst gar nicht in die Haftung zu  geraten sollte sich der Erbe deshalb unbedingt anwaltlich beraten lassen. So  erhält er Klarheit, welche Alternativen bestehen und wie einer Haftung entgangen  werden kann.